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Das AVE-Modell verfolgt den "Multistakeholderansatz", indem sie Akteure aus verschiedenen Bereichen einbezieht. Bereits seit 2001 gibt es einen "Runden Tisch Verhaltenskodizes" beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der zum Ziel hat, die Umsetzung von Arbeits- und Sozialstandards in Entwicklungsländern durch Verhaltenskodizes zu verbessern. Dieser setzt sich zusammen aus Vertretern von Bundesministerien (z.B. BMZ), der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Nichtregierungsorganisationen (Misereor), Gewerkschaften sowie Unternehmen und Verbänden der Privatwirtschaft (AVE, BDA).

Alle Schritte bei der Einführung des AVE-Verhaltenskodex wurden vorgestellt und diskutiert. Die Beteiligten tauschen sich außerdem regelmäßig über den aktuellen Stand des Projekts, Umsetzungsfragen und Optimierungsmöglichkeiten aus. Durch die Beteiligung am Runden Tisch konnte die AVE im Laufe der Zeit mehr Verständnis für das Engagement des deutschen Einzelhandels wecken, und so manch kämpferische Kritik hat sich mittlerweile zu einer sachlichen und konstruktiven Diskussion entwickelt. Die meisten Interessengruppen des Runden Tisches sind außerdem im Projektbeirat des AVE-Sektorenmodell Sozialverantwortung vertreten.

Folgende Institutionen spielen als Systempartner des AVE-Modells eine besondere Rolle:

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Das BMZ unterstützt das AVE-Modell im Rahmen des Public Private Partnership-Programms (PPP-Programm). Ziel ist es, soziale und ökologische Ziele mit Hilfe der Wirtschaft umzusetzen. Wichtig ist, dass der Konsens unter allen Beteiligten gesucht wird. Das BMZ spielte bei der Vorbereitung und Einführung des "Runden Tisches Verhaltenskodizes" eine zentrale Rolle. Es moderiert den Diskussionsprozess und fördert die gemeinsam entwickelten Maßnahmen.
http://www.bmz.de

Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH
Der derzeit statt findende Auditierungsprozess wird in den ersten drei Jahren von der GTZ unterstützt. Diese engagiert sich insbesondere für die Einrichtung nachhaltiger Strukturen in den Lieferländern wie z.B. der Einrichtung lokaler Runder Tische. Sie organisiert die Maßnahmen vor Ort und arbeitet dabei eng mit lokalen Organisationen zusammen. Da sie über Länderbüros in aller Welt verfügt, kann sie das entsprechende Länderwissen und die Infrastruktur zur Verfügung stellen. Die Regierung und die Zivilgesellschaft des jeweiligen Landes werden ebenfalls in den Prozess einbezogen.
http://www.gtz.de

Social Accountability International (SAI), New York
Um eine unabhängige Überprüfung und hohe Qualität der Gutachterfirmen sicherzustellen, arbeitet die AVE mit der SAI zusammen und lehnt sich mit dem AVE-Sektorenmodell an den SA8000-Standard an. Dies ist ein wichtiger Aspekt im Sinne von Transparenz und Glaubwürdigkeit des Systems.
http://www.sa-intl.org

FTA - die europäische und internationale Ebene
Der europäische Dachverband der AVE in Brüssel, die Foreign Trade Association (FTA), hat ein europäisches System zum Monitoring von Sozialstandards in den Lieferländern des europäischen Einzelhandels etabliert, die Businss Social Compliance Initiative (BSCI). Dieser Vorstoß, der von der AVE aktiv unterstützt und gefördert wird, findet bei den europäischen Einzelhandelsunternehmen und Verbänden große Zustimmung. Dabei findet nicht nur ein reger Dialog mit Europas Einzelhändlern statt, sondern darüber hinaus mit internationalen Verbänden und außereuropäischen Einzelhandelsunternehmen.
http://www.fta-eu.org

International Council of Toy Induytries (ICTI)
Das International Council of Toy Industries ist eine 1974 gegründete Vereinigung von Spielwarenherstellern aus aller Welt. Die ICTI setzt sich für qulitativ hohe und sichere Produkte sowie für ein sozialverträgliches Arbeitsumfeld ein. 1995 haben sich ICTI Mitglieder verpflichtet den ICTI Code of Business umzusetzen, um die Arbeitsbedingungen in Produktionsstätten zu verbessern.

2004 wurde zwischen der AVE und ICTI ein Memorandum of Understanding zur gegenseitigen Anerkennung des AVE-Modells und des ICTI Code of Business Practice unterzeichnet. Durch die gegenseitige Anerkennung dieser weitgehend identischen Systeme werden Synergieeffekte genutzt, um Mehrfachauditierunugen zu vermeiden.
http://www.toy-icti.org